Zahnen

Was tun, wenn die ersten Zähnchen kommen?

Genau genommen fängt das Zähnekriegen bereits im Mutterleib an. In der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche bildet sich beim Embryo aus der Zellschicht, die später die Mundhöhle formt, die sogenannte Zahnleiste. Aus diesen heraus wachsen zunächst die klöppelförmigen Knospen der Milchzähne, später die der zweiten Zähne. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat lagern sich Mineralien in die werdenden Zähnchen ein. Und bei der Geburt sind bereits fast alle Milchzahnkronen weitgehend ausgebildet. All dies geschieht, ohne dass Mutter oder Kind etwas davon merken.

Die Probleme fangen erst an, wenn die noch unterirdischen Zähne nach der Geburt weiter wachsen, Wurzeln bilden und immer stärker Richtung Oberfläche drängen. Diesen Druck spüren die meisten Kinder schon etwa ab dem zweiten, dritten Lebensmonat. Plötzlich spannt und juckt es in ihrem Mund, vor allem dort, wo der erste Zahn im Kommen ist. Jetzt haben die Babys ständig die Finger oder die ganze Faust im Mund und kauen auf allem, was sie erwischen, herum. Unbewusst versuchen sie dadurch, den Zahndruck durch Gegendruck zu lindern. Der nasse Nebeneffekt: Sie fangen an zu sabbern. Denn jeder Reiz in der Mundhöhle- ob Finger oder Spielzeug, Druck oder Schmerz- kurbelt die Speichelproduktion an.

Folgende Symptome kann man bei zahnenden Kinder beobachten:

  • Reizbarkeit
  • Fieber
  • Atemwegsinfekte
  • Appetitmangel
  • Schlaflosigkeit
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Sabbern
  • Hautausschläge

Auch an den roten Bäckchen kann man erkennen, dass das Kind am Zahnen ist. Dieses typische, hochrote Zahnungsbäckchen hat allerdings noch eine andere Ursache: die verstärkte Durchblutung beim Zahnen. Um den durchbrechenden Zahn optimal mit Nähstoffen zu versorgen und etwaige "Abfälle" möglichst schnell abzutransportieren, pumpt der Körper mehr Blut durch die betreffende Kiefer-Wangen-Region.

Wie können wir den zahnenden Babys helfen?

Den ersten Vorschlag macht das Baby selbst, wenn es sein Fäustchen in den Mund steckt: es braucht etwas zum Beissen. Entweder den Zeigefinger von Mutter oder Vater, der ihm gleichzeitig das Zahnfleisch etwas massiert oder etwas Kühles zum Draufbeissen. Kälte mindert die Durchblutung, lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen. Geeignet ist zum Beispiel ein mit Wasser oder Kühlmasse gefüllter Beissring. Am besten schafft man sich gleich 2 davon an, damit immer ein Beissring griffbereit im Kühlschrank liegt.
Nicht ins Gefrierfach legen!!

Eine beliebte Beissalternative sind die sogenannten Veilchenwurzeln. Nach Veilchen duftende, holzartige Iriswurzelteile, die beim Herumkauen eine leichte schmerzlindernde Substanz freigeben. Hierbei ist es sehr wichtig, die Veilchenwurzeln jeden Tag gut zu reinigen, da sie sonst schnell zu einem Bakterienfänger werden können. 

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